Mit einem Trauma oder PTBS zu leben, ist wie das Tragen einer unsichtbaren Last. Diese Last beeinflusst nicht nur Ihren Geist; sie wirkt sich auf Ihren gesamten Körper aus, insbesondere auf Ihr Nervensystem. Das Verständnis der Verbindung zwischen Trauma, PTBS und dem Nervensystem kann den Weg für eine effektive Genesung ebnen.
Ein Trauma wird definiert als jedes Ereignis, das eine emotionale Reaktion jenseits der Fähigkeit einer Person, sie zu verarbeiten in diesem Moment auslöst.
Nach Angaben des niederländischen Forschers und Trauma-Experten Bessel van der Kolk reagiert das Nervensystem dann, indem es das Trauma im somatischen Gedächtnis des Körpers speichert.
Infolgedessen kann das Gehirn die traumatische Erfahrung nicht vollständig verarbeiten und sie nicht in eine Erinnerung umwandeln, die ausschließlich der Vergangenheit angehört. Daher wird das Trauma auf zukünftige Ereignisse projiziert, bis es aufgelöst wird.
Wenn jemand ein Trauma erlebt, macht das Nervensystem bedeutsame Veränderungen durch. Die Kampf-oder-Flucht-Reaktion, gesteuert durch das sympathische Nervensystem, setzt ein.
Diese Reaktion ist eigentlich nur vorübergehend gedacht, aber unaufgelöstes Trauma kann zu Hypervigilanz führen – die gesteigerte Wachsamkeit des Nervensystems auf Bedrohungen – lange nachdem das Ereignis vorüber ist.
Die National Library of Medicine weist auch darauf hin, wie unverarbeitetes Trauma den Körper beeinflusst – beispielsweise durch chronische Muskelverspannungen – lange nachdem das auslösende Ereignis vorbei ist.
Chronische Angstzustände oder Panikattacken
Emotionale Taubheit oder Abspaltung
Hypervigilanz oder übermäßige Schreckreaktionen
Schlaflosigkeit oder gestörte Schlafmuster
Verdauungsprobleme wie Reizdarmsyndrom (IBS)
Chronische Schmerzen oder Erschöpfung
Emotionale Instabilität oder Stimmungsschwankungen
PTBS, oder Posttraumatische Belastungsstörung, ist eine schwere Manifestation von Trauma. Menschen mit PTBS erleben oft auch eine Dysregulation des Nervensystems. Diese Dysregulation kann chronisch werden, was zu langfristigen Gesundheitsproblemen führt.
Stellen Sie sich vor, Sie werden durch ein lautes Geräusch erschreckt. Für jemanden ohne PTBS kehrt das Nervensystem schnell wieder in den Normalzustand zurück. Aber für jemanden mit PTBS bleibt das Nervensystem für eine längere Zeit in hoher Alarmbereitschaft. Dieser ständige Bereitschaftszustand ist für Körper und Geist ermüdend.
Darüber hinaus ist, solange Sie sich nicht von PTBS erholt haben, die Wahrscheinlichkeit, in dysregulierte Zustände (die unteren 3 auf dem NEUROFIT Ring) zu geraten, deutlich höher:
Der NEUROFIT-Ring zeigt die sechs möglichen Zustände des Nervensystems und die Übergänge zwischen ihnen.
Dies liegt daran, dass unverarbeitete Traumata, die im Nervensystem gespeichert sind, den Nebeneffekt haben, unser Toleranzfenster einzuschränken:
Ein ausgeglichenes Nervensystem ist besser darauf vorbereitet, Stress und Herausforderungen zu bewältigen.
Ein Trauma kann aus verschiedenen Erfahrungen entstehen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf:
Körperlicher oder emotionaler Missbrauch
Naturkatastrophen
Militärische Kampfhandlungen
Schwere Unfälle
Plötzlicher Verlust eines geliebten Menschen
Diese Ereignisse lösen eine Kaskade von Reaktionen im Nervensystem aus und können häufig zu PTBS führen, wenn sie nicht behandelt werden.
Ein ausgeglichenes Nervensystem ist entscheidend für den Umgang mit Trauma und PTBS. Hier sind einige praktische Schritte:
Das Ausüben körperlicher Aktivitäten unterstützt das Nervensystem, indem Endorphine freigesetzt und der Cortisolspiegel gesenkt werden. Dies hilft dabei, vom Kampf-oder-Flucht-Modus in einen ausgeglicheneren Zustand zu wechseln. Daten unserer NEUROFIT-App zeigen, dass regelmäßige Bewegung zu größerer emotionaler Stabilität und einer höheren HRV beiträgt.
Tiefes, achtsames Atmen kann das parasympathische Nervensystem aktivieren, das Entspannung fördert und der Stressreaktion entgegenwirkt.
Positive soziale Interaktionen können den ventralen Vagus-Schaltkreis stimulieren, das Sicherheitsgefühl stärken und Stress reduzieren.
Der Verzehr einer vollwertigen Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen ist, unterstützt die allgemeine Gesundheit des Nervensystems.
Eine konsequente Schlafroutine unterstützt die Reparatur und Regeneration des Nervensystems. Das Vermeiden von Bildschirmen vor dem Zubettgehen kann die Schlafqualität verbessern. Das Beibehalten eines konsequenten Schlaf-Wach-Rhythmus kann das allgemeine emotionale Gleichgewicht und die HRV verbessern.
Hast du akuten Stress, den du aus deinem Körper lösen musst? Somatische Übungen sind dein bester Freund. Probiere beim nächsten Mal, wenn du dein Nervensystem zurücksetzen musst, ein paar Minuten lang Body Tapping oder Cannon Breath aus:
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Ähnlich erging es mir: Ich bin in einem stark neurodiversen Haushalt aufgewachsen und erhielt erst 20 Jahre später die Diagnose einer komplexen PTBS, verursacht durch den chronischen Stress, der sich während meiner gesamten Kindheit in meinem Nervensystem aufbaute:
Chronischer Stress baut sich im Nervensystem auf und führt zu mentalen und körperlichen Gesundheitsproblemen.
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Das Nervensystem reguliert die Stressreaktion des Körpers. Trauma und PTBS können zu einer anhaltenden Aktivierung der Stressreaktion führen, was zu verschiedenen körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen führt.
Häufige Anzeichen sind chronische Angstzustände, emotionale Taubheit, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme und Stimmungsschwankungen. Für detailliertere Informationen lesen Sie über die häufigen Anzeichen einer Dysregulation des Nervensystems.
Regelmäßige Bewegung, achtsames Atmen, soziale Kontakte, eine ausgewogene Ernährung und ausreichender Schlaf sind wirksame Methoden, um die Gesundheit des Nervensystems zu fördern.
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